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Porzellan

 

 

Jeder, der Porzellan im Haushalt hat, ist schon beim abwaschen oder umdrehen auf die Zeichen oder Stempel auf der Unterseite jedes Teiles aufmerksam geworden. Die sogenannten Porzellanmarken sind dazu da um Auskunft über den Hersteller zu geben. Solche Kennzeichen findet man auch unter römischen Keramiken und frühem chinesischen Porzellan. In Deutschland wurde diese Art der Kennzeichnung erst im frühen achtzehnten Jahrhundert verwendet, als das Porzellan erstmals auf den Tischen des Adels Platz fand.

Für die ersten Kennzeichnungen verwendete man blaue Farbe und Pinsel. Anfang des neunzehnten Jahrhunderts stellte Gummistempel zu diesem Zweck her und die Kennzeichnung erfolgte mit grüner Farbe.

Nach der Einführung der Porzellanmarken wurde sehr schnell klar, dass Schutzgesetze nötig sind um sich gegen Fälschungen zu schützen. Das wichtigste Gesetz ist das Handelsschutzgesetz, das vorschrieb, dass auf jedem importierten Porzellanstück das Herkunftsland aufgeprägt sein musste. In Deutschland verwendete man die Aufschrift Made in Germany oder auch nur "Germany".

Eines der bekanntesten deutschen Porzellanhersteller ist das Fürstenberg Porzellan mit seinem blauen F als Markenzeichen. Es gibt viele Möglichkeiten mehr über die Geschichte dieses deutschen Kulturguts zu erfahren: durch den Erwerb alter Sammlerstücke oder moderner Designs, durch das Teilnehmen an einem Porzellankurs oder dem Besuch des Schlosses Fürstenberg an der Weser. Allein schon mittelalterliche der Gebäude lädt den Besucher zu einer Zeitreise ein. Im Porzellanmuseum kann mans ich ausführlich über die Geschichte der Fabrik seit ihrer Gründung durch Herzog Carl I. von Braunschweig bis heute informieren. Der Herstellungsprozess von Porzellan wird schrittweise erklärt und die Kunst des Bemalens kann in Kursen anhand von Fürstenberg Malvorlagen erlernt werden. Der Großteil der Räume dient zum Zweck der Ausstellung von Tafelgeschirren der verschiedensten Epochen und Stile, von den Anfängen bis zur Moderne.

Wer ein wertvolles Stück des Fürstenberg Porzellan sein eigen nennen möchte, kann aus einer Vielfalt von Stilen und Herstellungsdaten wählen. Die Preise variieren anhand dieser Kriterien. Antikes Geschirr kostet ein Vermögen, die modernen Designs aus Serienprodukten, häufig ohne Bemalung, erhält man aber schon zu erschwinglichen Preisen. Das Internet ist eine Möglichkeit, um die private Sammlung mit einem Kunstwerk aus dem Hause Fürstenberg zu ergänzen. Ein Blick auf das Angebot von Sammlerbörsen und Online-Auktionshäusern lohnt sich auf jeden Fall. Auskunft und Beratung zu Datierung und Wert des jeweiligen Stückes erhält man vom Fürstenberg Museum.

Mit der hilfe eines Kredits können Sie sich wertvolles Porzellan Geschirr leisten.