Retrotrend
Junge Menschen wollen sich anders einrichten wie ihre Eltern. Den eigenen Wünschen entspricht am besten der Retrostil.
Bei der Einrichtung erster eigenen Wohnung lauetet das Motto junger Leute: Hauptsache unangepasst. Bürgerliche Schrankwände und traditionelle Wohnlösungen aus dem Möbeldiscounter finden keine Anwendung. Trendige Twens wollen meistens nicht so wohnen wie ihre Eltern und suchen ständig nach neuen Lösungen. Welchem Einrichtungsstil würden solche Zwecke besser entsprechen als der Retrostil?
Schrill und ungewöhnlich Retrostil charakterisiert sich durch eine Mischung aus coolen Farben, trendiger Dekoration und ungewöhnlichen Möbeln. Diese Form des jungen Wohnens zeigt sich am besten an der Wandgestaltung. In den 60ern und 70er Jahren des vergangenen Jahrtausends wurden die Tapeten in Mode. Diese stehen auch heute noch stellvertretend für das Wohngefühl einer ganzen Generation. In den Wohnzimmern der Menschen waren eher unkonventionelle Farben, wie Orange, Braun oder Gelb, und ungewöhnliche Musterungen verstärkt vorzufinden. Psychedelische Formen florale Muster, große Kreise oder schrille Streifen – alle finden auf einer Tapete Platz. Es ist selbstverständlich, dass in einer Retrowohnung eine solche Tapete nicht fehlen darf. Allerdings ist es zu empfehlen, nur eine Wand mit den poppigen Tapeten zu bekleben, da derartig ausgefallene Muster einen Raum sehr dominieren.
Beleuchtung Das Motto: ausgefallen und ungewöhnlich, bezieht sich auch auf die Beleuchtung. Charakteristische Modelle sollten in einer Retro-Wohnung runde Formen und extravagante Farben haben. Das Modell „Flowerpot“ von Verner Panton erinnert an die unvergessliche Flowerpower- Ära und ist in allen vorstellbaren Farben vorhanden. Ein weiteres typisches Modell sind die Tütenlampen, die in den 1950ern in Mode waren. Der tütenförmige Lampenschirm verfügt idealerweise über drei Schirme, es ist möglich, aber auch nur zwei Schirme aufzuweisen. In 70ern Jahren erschien die Lavalampe, die inzwischen gar zum Kultobjekt avanciert ist.
Das Licht rangiert je nach dem farblichen Design von einem feurigen Rot, über ein kühles Blau hin zu einem modischen Gelb. Eine optimale Beleuchtung bietet aber auch ein Kronleuchter aus Plastik oder Glas.
Stilvoll sitzen Im Allgemeinen sind die im Retrostil eingerichteten Zimmer sehr auf Bequemlichkeit bedacht. Loungeatmosphäre mit vielen Kissen und Sitzinseln kann man hier eher finden als die klassische Couchgarnitur. Die perfekte Ergänzung zu den Ruheinseln sind typische Sitzmöbel in den bekannten Farben. Zum Klassiker gehört der Panton Chair, der eine Sitzgelegenheit ohne Hinterbeine ist. Das Modell „Eyeball“ darf auch nicht fehlen. Der Cocktailsessel, der für fließende Formen steht, ist ganz ähnlich kreiert.
Kommode im künstlichen Stil Auch hinsichtlich der restlichen Einrichtungsgegenstände ist es alles andere als gewöhnlich. Aus Kunststoff hergestellte Stühle, Schränke mit weißen Lackfronten und Tische in Nierenform bieten die ideale Atmosphäre, um sich rückzubesinnen. Statt der herkömmlichen Anbauwand aus Massivholz sollte man farbenfröhliche Sideboards und Kommoden mit abgerundeten Kanten Anwendung finden. Als exklusiver Hingucker, vor allem für Jugendliche, ist es zu empfehlen, aufblasbare Möbel oder Sitzkissen in Form eines Baseballhandschuhs einzusetzen.
Auf Schatzsuche gehen Allerdings sollte man die Augen offen halten, um an die gewünschten Retroteile zu kommen. Einige Ideen: Auf Flohmärkten stöbern, bei den Eltern oder Großeltern im Keller umsehen, Wohnungsauflösungen besuchen. Auch im Internet gibt es eine Reihe von innovativen und ausgefallenen Einrichtungsideen. Besonders Kreative haben die Möglichkeit verfügbare Dinge auch so umzustalten, dass sie den charakteristischen 60er und 70er Jahre Look erhalten.
Wandsticker ist ein Synonym für Wandaufkleber und Wandtattoos. Dabei handelt es sich um Aufkleber / Motive für die Wand. Wandsticker sind der neue Trend. Wandtattoo Katze, Tiere als Wandtattoo.
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